Feedbacks zum 9. Taekwon-Do Hyong Seminar

Feedbacks zum 9. Taekwon-Do Hyong Seminar

Denn es kommt auf die Details an 

Das Seminar hat mir super gefallen. Vor allem die Einleitung mit den beiden Vorträgen war sehr spannend und hat zusätzliche Hintergrundinformationen vermittelt, von denen man sich im Training selbst nicht so bewusst ist. Gerade aus dem Vortrag von Frank Berzbach habe ich viel mitgenommen, was ich auch in meinen Alltag übertragen kann. Die Trainingseinheiten waren sehr fokussiert. Man hat nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist, obwohl man immer wieder die gleiche Hyong wiederholt hat. Der Titel „Formbewusstsein“ ist hier sehr passend, denn es kommt auf die Details an, die jetzt ins alltägliche Training übernommen werden sollen. 

Wenn ich mich in Schrift besser ausdrücken könnte, würde ich an dieser Stelle sagen, dass sich der Kreis zum Alltag, den Frank Berzbach sehr inspirierend in seinem Vortrag behandelt hat, wieder schließt. 

Ich freue mich darauf, beim nächsten HyongSeminar wieder mit den Teilnehmern vor Ort sein zu können, was diesmal leider nicht möglich war. 

Annika S.
Hamburg, 22.05.2021


Mein erstes Taekwon-Do Hyong Seminar

Dieses Hyong Seminar war für mich das Erste. Angefangen wurde mit den
beiden spannenden Vorträgen zu Formbewusstsein und Konfuzianismus. Beide
Vorträge vermittelten interessante Fakten und ließen die Querbezüge zum
Taekwon-Do gut erkennen. Die beiden über den Tellerrand schauenden
Dozenten boten eine Menge Hintergrundwissen und gaben auch weitere
Anregungen für eigene weitere Recherchen.
Anschließend ging es mit dem praktischen Anteil los. Dabei wurde
Schwerpunkt auf die akurate Ausführung ausgewählter Bewegungen, die in
verschiedenen Hyongs vorkommen, gelegt. Zudem wurden zwei Hyongs im
Detail vertieft.  Selbst nach 45min CHON-JI Hyong blieb das Training
fordernd und interessant. Für uns alle gibt es noch viel Potenzial für
Verbesserungen….

Nach einem schweißtreibenden Abschluss war das Seminar am Sonntag Mittag
beendet. Insgesamt eine sehr gelungene und lehrreiche Veranstaltung bei
der auch der Shin-Gyu typische, mir sehr sympathische, Humor nicht zu
kurz kam. Beim nächsten Mal bin ich gern wieder dabei.

Viele Grüße
Dr. Jens Römer
Diessen am Ammersee, 17.05.2021


Filigrane Technik und wertvolle externe Impulse

Die filigrane Aufarbeitung einzelner Techniken war sehr hilfreich und hat das Verständnis für diese nochmals vertieft. Die Techniken wurden didaktisch von GM Kang perfekt erklärt und anschließend bestand ausreichend Zeit, das vertiefte Wissen zu trainieren. Der Vortrag von Herrn Berzbach hat zusätzlich wertvolle externe Impulse zum Verständnis und Beeinflussbarkeit von Formen gegeben. Eine sehr runde Veranstaltung, die auch für das künftige Routinetraininig wertvolle Elemente geliefert hat und gespannte Vorfreude auf das kommende 10. HyongSeminar entstehen ließ.

Dr. Malte Raetzell
Schönberg, 19.05.2021


Inspirierende Perspektive

Die Frage nach der Form beschäftigt wohl jede/n, die/der sich eine Weil mit Kampfkünsten beschäftigt.
Das eine System sagt, die Kata ist ganz wichtig, in ihr ist z.B. die Seele des Karate enthalten. Das andere System (z.B. Systema, z.T. WingTsun) sagt, wir sind von Anfang an formlos. Und mit den Formen im WingTsun werden nicht nur bestimmte Bewegungen, sondern auch Prinzipien eingeübt.  Wobei das wiederum in allen Stilen der Fall ist, dass nicht nur eine Bewegung, sondern Grundlagen wie richtige Körpermechanik, Haltung, Kampfgeist, Konzentration, Ausdauer usw. geschult werden.

Gichin Funakoshi erwähnt in seinen 20 Regeln des Karatedo z.B. 5. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik. 18. Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.

Technik scheint also eine wichtige Rolle zu spielen, aber nur solange man die Form übt, im Kampf wird die Form aufgehoben, es ist sowohl Form wie Formlosigkeit möglich. Die Form also als Hilfsmittel und Zwischenschritt zum Ziel der Formlosigkeit.

Eine Definition in der Kampfkunst besagt:
„Technik ist Begrenzung“

Man braucht also diese bestimmte Begrenzung um eine bestimmte Bewegung zu üben und verfeinern zu können. 

Ist diese Bewegung verinnerlicht, kann sie dann wie ein Werkzeug benutzt werden, in alle Richtungen und in allen Situationen angewandt werden. Die Form wird formlos.

Oder wie Schiller das sagen würde:

„Fest gemauert in der Erden steht die Form aus Lehm gebrannt,  … …
In die Erd´ist´s aufgenommen,
Glücklich ist die Form gefüllt: … …
Nun zerbrecht mir das Gebäude,
Seine Absicht hat´s erfüllt, … …
Wenn die Glock´soll auferstehen,
Muss die Form in Stücken gehen. 
Der Meister kann die Form zerbrechen
Mit weiser Hand, zur rechten Zeit; … „

In diesem Sinne war der Vortrag über Formbewusstsein durchaus eine inspirierende Perspektive auf das Thema!

Viele Grüsse!

Bernhard S.
Berlin, 20.05.2021

Meine Suche nach Balance

Am 15. und 16. Mai habe ich am 9. Hyong-Seminar vom Kang-Center Hamburg teilgenommen. Das war für mich das erste Hyong-Seminar, da ich erst seit einem Jahr traditionelles Taekwon-Do bei Meister Kang lerne. Dass ich noch nicht so lange dabei bin, war auch der Grund, warum mir zuerst meine mögliche Teilnahme am Hyong-Seminar nicht besonders erfolgsversprechend erschien. Im Nachhinein möchte ich aber zugeben, dass ich doch mehr als erwartet mitgenommen habe.

Sehr fesselnd und informativ fand ich den Vortrag von Herrn Martin Gehlmann über die Entwicklung des Konfuzianismus in Korea. Das war meine erste Begegnung mit dieser philosophischen Lehre, ihrer Entstehungsgeschichte und wichtigen Vertretern, die Herr Gehlmann ganz einprägsam und lebendig veranschaulicht hat. Besonders spannend erschienen mir dabei die fünf menschlichen Elementarbeziehungen und ihr hierarchischer Nachklang in der heutigen traditionellen Gesellschaft, sowie die bei Überschneidung der Beziehungen entstehenden Kollisionen und deren Lösung. Und nicht zuletzt zu erwähnen ist natürlich die persönliche Entwicklung eines einzelnen Menschen als Grundlage der Harmonie der „Balance“ in der Gesellschaft… Vielen Dank an Herrn Gehlmann für seinen anregenden Vortrag!

Dann ging es zum praktischen Teil mit der 1., 3. und 7. Hyong am ersten Tag und mit den Beintechniken aus weiteren Hyongs am zweiten Tag.

Der Schwerpunkt bei der 1. Hyong lag bei „Drehung, Masse, Ganzkörpereinsatz und Hüfte“.  Als wir die Übungen dafür gemacht haben, habe ich es endlich geschafft, bei der Drehung um 180° das Gleichgewicht nicht zu verlieren, was die ganze Zeit vor diesem Tag nicht der Fall war. Dabei kann ich nicht sagen, dass die Übungen irgendwie besonders oder anders als in unserem normalen Training waren, aber ich habe sie diesmal scheinbar anders wahrgenommen. Weiterhin konnte ich auch bei der 3. Hyong die Balance nach den Drehungen behalten… Nach dem Hyong-Seminar ist jetzt eine Trainingswoche vergangen, und es macht mir nach wie vor Spaß, nach den Drehungen in den Hyongs stabil stehen zu können, ohne zu wackeln…

Am letzten Hyong-Seminartag habe ich es fortgesetzt, nach Gleichgewicht zu suchen, diesmal bei den Beintechniken. Dank den zahlreichen Übungen, die wir dazu gemacht haben, ist es mir sogar ein paar Mal gelungen, die Balance bei Yop-Chagi zu finden, was mir momentan besonders schwer fällt. Selbstverständlich muss ich mich damit weiter auseinandersetzen und üben.

Für diese neue Erfahrung und schönen Erlebnisse bei dem Hyong-Seminar möchte ich mich bei Ihnen, Meister Kang, und auch bei Mischa, Arndt, Julius, Stefan und allen Beteiligten herzlichst bedanken!

Liebe Grüße
Irina

Hamburg, 23.5.2021  


Zielgerichtet, ambitioniert und freundlich

Das 9. Hyong Seminar, durchgeführt und moderiert von Großmeister Kang, war selbst für einen TKD – Anfänger wie mich sehr interessant. Die Kombination aus Vortrag und Praxis war eine wunderbare Möglichkeit, sich einige geistige Ursprünge des TKD bewusst werden zu lassen.

Die beiden Vorträge der Gastautoren Frank Berzbach „Form Bewusst Sein“ und Martin Gehlmann „Konfuzianismus“ waren toll.

Das Online – Seminare  auch technisch sehr gut umsetzbar sind,  hat diese Vorstellung gezeigt. Dankeschön an Großmeister Kang, der uns alle zielgerichtet, ambitioniert und freundlich durch die Veranstaltung führte. Herzlichen Dank auch an das Leitungsteam und alle Beteiligten.

BS
Hamburg, 18.05.2021

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